
Persephone ist die Göttin der Unterwelt und des Frühlings.
In ihr begegnen sich die junge, empfängliche Maiden und die Königin, die zwischen den Welten wandert.
Als Maid ist sie offen, empfänglich, formbar, noch nicht vollständig in ihrem eigenen Willen angekommen.
Wenn Persephone gerade besonders lebendig in dir ist, besitzt du vielleicht genau diese große Rezeptivität:
Du kannst dich berühren lassen. Du nimmst möglicherweise mehr wahr, als ausgesprochen wird: Stimmungen. Zwischentöne. Das, was unter einer Oberfläche liegt.
Doch diese Empfänglichkeit hat eine Kehrseite.

Persephone nimmt den anderen so fein wahr, dass ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche kaum noch Raum haben.
Du willst keinen Druck machen, hältst dich mit deinen Wünschen zurück und gibst ihm noch ein bisschen mehr Zeit. Du wartest darauf, dass er weiß, was er will, dass sich etwas verändert oder dass jemand anderes die Entscheidung trifft.
Und während du wartest, bleibt dein eigenes Leben stehen.
Vielleicht kennst du dieses Muster auch aus anderen Bereichen deines Lebens:
Du lässt dich von den Wünschen und Entscheidungen anderer treiben. Du passt dich an, statt selbst zu wählen. Und manchmal hoffst du insgeheim, dass jemand kommt und dich aus einer Situation herausholt, die du selbst nicht zu verändern wagst.
Aus Hingabe wird ein Sich-treiben-Lassen. Aus Empfänglichkeit wird Passivität.
Und so vergisst du manchmal, dass du nicht nur das Mädchen bist, das in die Unterwelt entführt wird – sondern auch eine Königin mit eigener Autorität.
Du wartest darauf, dass andere über dein Leben entscheiden – statt selbst zu wählen und deine Stimme zu heben.
Aber du bist nicht nur Persephone.
In dir lebt auch Artemis mit ihrer wilden Unabhängigkeit. Athena mit ihrer Klarheit und Entschlossenheit. Hera, die Königin, die ihren eigenen Wert kennt und bewusst wählt, wem sie sich anvertraut.
Und natürlich auch Hestia, Demeter und Aphrodite – jede mit ihren eigenen Gaben und Schattenseiten.
Manche dieser Kräfte kennst du vielleicht sehr gut. Andere sind dir noch fremd.
Und vielleicht liegt genau darin eine neue Möglichkeit für dich:
Die Lösung, um aus Persephones Schattenseite auszubrechen, ist nicht, weniger Persephone zu sein. Sondern auch die Kräfte der anderen Göttinnen in dir zu erwecken.
Denn du bist so viel mehr als eine einzige Göttin.
In „Die Göttinnen in Dir“ begegnen wir den sieben Göttinnen durch ihre uralten Mythen, geführte Embodiment-Reisen und unseren Frauenkreis am virtuellen Lagerfeuer.
Um mehr von der Frau kennenzulernen und zu verkörpern, die du bereits bist.
Die Göttinnen und ihre Mythen zu erfahren, kann dir helfen:
Und stattdessen beginnen, unseren eigenen Mythos zu erschaffen?
Lass uns gemeinsam erkennen, welche Geschichten du unbewusst wiederholst – und entdecken, welche Seiten deiner Weiblichkeit noch darauf warten, gelebt zu werden.
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